Neue Studie zu Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und Akzeptanz startet
Das Projekt "Klima, soziale Gerechtigkeit und Akzeptanz" (KasA) untersucht, wie kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungspolitik in den Städten Wuppertal und Solingen gestaltet wird, wie Medien über sie berichten und wie insbesondere armutsbetroffene Haushalte diese Maßnahmen wahrnehmen. Ziel ist es, praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine sozial gerechte und akzeptierte Klimapolitik zu entwickeln. Projektleiterin ist Dr. Laura Behrmann. Gefördert wird es vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.
Vier Perspektiven für ein Gesamtbild, im Projekt KasA werden verschiedene empirische Zugänge kombiniert:
- Expert*inneninterviews mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft
- Analyse der lokalen Medienberichterstattung
- Interviews mit rund 20 einkommensschwachen Haushalten in Wuppertal und Solingen
- Vergleich mit Good-Practice-Beispielen
Die Ergebnisse werden in einem partizipativen Workshop mit kommunalen Akteuren diskutiert und in Policy-Empfehlungen überführt.
Wuppertal und Solingen haben sich ambitionierte Klimaziele gesetzt – beide wollen bis 2035 klimaneutral werden. Während Solingen mit einer Armutsquote von 17,7 % im NRW-Durchschnitt liegt, ist Wuppertal mit 23,6 % bundesweit besonders stark belastet. Gerade hier entscheidet sich, ob Klimapolitik auch unter schwierigen sozialen Bedingungen Akzeptanz findet.
An dem Projekt werden vier studentische, drei wissenschaftliche Hilfskräfte und drei wissenschaftliche Mitarbeiter*innen mitarbeiten. Es startet am 01.09.2025 und läuft bis zum 31.12.2025.