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Praktika vergangener Semester

Im Folgenden finden Sie Beispiele für in den vergangenen Semestern durchgeführte Forschungspraktika

Forschungspraktikum: Non-Profit-Organisationen im Spannungsfeld von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft (WiSe 2016/17 & SoSe 2017)

Prof. Dr. Thomas Heinze / Steffi Heinecke (Fr, 10-12 Uhr, S.13.26)

Das Seminar begleitet das Forschungspraktikum (FoPra), das im WiSe 2016/17 sowie im SoSe 2017 stattfindet. Im Zentrum stehen Non-Profitorganisationen. In seiner ersten Phase im WiSe 2016/17 wird der aktuelle Wissensstand zu Non-Profitorganisationen behandelt. Danach wird eine ausführliche Literatur­recherche zur aktuellen soziologischen Forschung über Non-Profitorganisationen und zu ihrer Rezeption in der überregionalen Tagespresse durchgeführt. Auf dieser Basis werden in einem dritten Schritt Forschungs­lücken und mögliche Forschungsfragen identifiziert. Ergebnis der explorativen Phase ist ein Zwischen­bericht, in dem die Literaturauswertungen sowie Forschungsdesiderata benannt werden und in dem zugleich skizziert wird, mit welchen Hypothesen, Methoden und Datenerhebungen diese Forschungs­lücken geschlossen werden können. In seiner zweiten Phase im SoSe 2017 werden die aufgestellten Arbeits­hypothesen systematisch empirisch untersucht und die gewonnen Erkenntnisse in einem Abschlussbericht dokumentiert.


 

 

Forschungspraktikum: Theater und Orchester im Spannungsfeld von Konformität und Innovation (WiSe 2015/16 & SoSe 2016)

Prof. Dr. Thomas Heinze / David Pithan (Fr, 8.30-10 Uhr, O.13.21)

Das Seminar begleitet das Forschungspraktikum (FoPra), das im WiSe 2015/16 sowie im SoSe 2016 stattfindet. Das FoPra untersucht Theater und Orchester in Deutschland. In seiner ersten explorativen Phase im WiSe 2015/16 wird in einem ersten Schritt eine ausführliche Literaturrecherche zur aktuellen soziologischen Forschung zu Theatern und Orchestern durchgeführt. Auf dieser Basis wird in einem zweiten Schritt untersucht, wieviele Theater und Orchester es in Deutschland gibt und wie in der überregionalen Presselandschaft über diese berichtet wird. In einem dritten Schritt werden auf dieser Basis Forschungslücken und mögliche Forschungsfragen identifiziert. Ergebnis der explorativen Phase ist ein Zwischen­bericht, in dem die Literaturauswertungen sowie Forschungsdesiderata benannt werden und in dem zugleich skizziert wird, mit welchen Hypothesen, Methoden und Datenerhebungen diese Forschungs­lücken geschlossen werden können. In seiner zweiten Phase im SoSe 2016 werden die aufgestellten Arbeitshypothesen systematisch untersucht und die gewonnen Erkenntnisse in einem Abschlussbereicht dokumentiert.


 

 

Forschungspraktikum: „Lieblingsdinge“ – Die soziale Bedeutung von Artefakten für Jugendliche (WiSe 2014/15 & SoSe 2015)

Dr. Alexandra König / Steffen Eisentraut (Do, 10-12 Uhr, O.14.09)

Hinweis: Das Forschungspraktikum läuft über zwei Semester, ein Einstieg zum Sommersemester ist nicht möglich.

Das zweisemestrige Forschungspraktikum bietet die Möglichkeit, eigenständig ein empirisches Projekt durchzuführen – von der Formulierung einer Fragestellung über die Entwicklung des Datenerhebungsinstruments, von der Datenerhebung bis zur Analyse und Präsentation der Ergebnisse in Form eines Forschungsberichts. Begleitet wird dieser Prozess durch eine methodisch informierte Reflexion der jeweiligen Forschungsschritte.

Inhaltlich wird die Veranstaltung sich der Bedeutung materialer Objekte (Artefakte) in den Lebenswelten und Praktiken Jugendlicher zuwenden. Hiermit können u.a. Kleidungsstücke, Accessoires, technische Geräte oder Gebrauchsgegenstände gemeint sein, die je nachdem von den Akteuren als Teil der eigenen Identität und Anzeige eines bestimmten ‚Geschmacks’ (als ‚Ausdruck der Persönlichkeit’), als Symbole für Szenen- oder Gruppenzugehörigkeit oder auch als Marker für biografische Brüche oder Kontinuitäten verstanden werden. Verschiedene soziologische Theorien sind hieran anschließbar (Bourdieu, Goffman, Simmel etc.). Artefakte laden außerdem zum Beobachten und darüber Sprechen ein.

Methodisch werden wir uns neben dem Umgang mit sprachlichen Daten und Beobachtungsdaten, die zum Standardrepertoire der qualitativen Forschung gehören, mit der Analyse von Artefakten beschäftigen. Die auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinenden „Dinge“ bilden einen Großteil der uns umgebenden sozialen Welt und sind Ausdruck derselben, womit sie die soziologische Forschung vor spezielle theoretische und methodische Herausforderungen stellen.

Nach der Aufarbeitung des Forschungsstandes und der Formulierung einer Fragestellung, sowie der Vertiefung erkenntnistheoretischer Grundlagen und qualitativer Forschungsmethoden, werden wir uns im ersten Semester über nicht-standardisierte Beobachtungen, Interviews und Artefaktanalysen dem Phänomen nähern. Die TeilnehmerInnen des Forschungspraktikums haben die Möglichkeit, bei der Konzeption des Forschungsdesigns und der Durchführung des empirischen Projekts eigene Schwerpunkte zu setzen und erste Erfahrungen im ‚Feld’ zu sammeln.


 

International Parenting Study (SoSe 2013)

Prof. Dr. Bühler-Niederberger / Dr. Alexandra König

Das Forschungspraktikum knüpft an ein international angelegtes Verbundprojekt, der International Parenting Study, an. Im Fokus steht dabei das Erziehungsverhalten von Erwachsenen  gegenüber ihren Kindern. Befragt werden junge Erwachsene.  Rückblickend machen sie Angaben dazu, wie sie sich an die Erziehung durch ihre Eltern erinnern, welche Disziplinarmaßnahmen sie erfahren haben, aber auch, wie ihre eigene Einstellung zu Disziplinarmaßnahmen heute aussieht.

Vorlage ist der amerikanische Fragebogen aus dem Verbundprojekt, der im Rahmen des Kolloquiums übersetzt und entsprechend der Situation in Deutschland angepasst wird. Reflektiert werden hierbei Schwierigkeiten der Übersetzung sowie Grenzen und Möglichkeiten der Vergleichbarkeit. Die Studierenden sind nach Fertigstellung des Fragebogens aufgefordert, das Auswahlverfahren anzugeben, Kontakte aufzunehmen (etwa zu Berufsschulen) und die Erhebung zu begleiten.

In Kleingruppen wenden sich die Studierenden auf Basis der Sichtung des Forschungsstandes eigenständig entwickelten Fragen zu, denen anhand der Daten nachgegangen wird. Ein Forschungsbericht stellt den Abschluss des Forschungspraktikums dar.

Das Praktikum bietet die Möglichkeit, den gesamten Forschungsprozess zu durchlaufen und verschiedene Problempunkte in der Gruppe zu reflektieren. Diskutiert werden beispielsweise die Schwierigkeiten rückblickender Erhebungsmethoden im Vergleich zu anderen Verfahren, über die Erziehungsverhalten erfasst werden kann.

Das Praktikum verläuft über zwei Semester.